Hyperthermie-Therapien

Passive Hyperthermie:

Hierbei handelt es sich um eine Überwärmungsbehandlung, durch dem Patienten von außen zugeführter Wärme. Dabei unterscheidet man zwischen einer Ganzkörper-Hyperthermie und einer Regionalen Tiefenhyperthermie. Bei der Ganzkörper-Hyperthermie wird der Körper durch Infrarotstrahler schonend aufgeheizt, ohne dass Verbrennungen entstehen. Auch die in unserer Praxis eingesetzte Regionale Tiefenhyperthermie mit einem Gerät aus der OncoTherm®-Reihe dient zur Verstärkung der Therapiewirkung in den Bereichen, wo die Wärme zugeführt wird. Dieses Verfahren ist dann sinnvoll, wenn die Metastasen oder Krebstumore nicht über den gesamten Körper verteilt sind. In der Regel findet Regionale Tiefenhyperthermie in dem zu behandelnden Körperbereich wenigstens 10-mal statt, Intervall alle 2-3 Tage, danach sollte eine Kontrolle des Behandlungserfolges durchgeführt werden.

Die Passive Hyperthermie ist keine eigenständige Tumortherapie, sie dient vielmehr zur Verstärkung einer weiteren Therapiewirkung, und ist nur in dieser Kombination sinnvoll. In der Regel erfolgen die Hyperthermiebehandlungen im Anschluss an eine vorangegangene Therapiemaßnahme (einzelne Bestrahlung oder Infusion).

Regionale Tiefenhyperthermie:

Die Durchführung der lokalen, regionalen Tiefenhyperthermie im Zusammenhang mit Strahlen-, Chemotherapie oder aber auch alternativen Therapieansätzen kann die Heilungschancen bei Krebserkrankungen deutlich erhöhen; ohne ein nennenswertes zusätzliches Behandlungsrisiko. Die mittlerweile tausendfache Durchführung im nationalen und internationalen Wissenschaftsbereich bestätigt die gute Verträglichkeit dieses Therapieansatzes.

Die lokale Hyperthermie bringt keine weitere Belastung für den Körper, ganz im Gegenteil: Sie kann sogar die Haut gegen die schädigende Nebenwirkungen der Strahlentherapie schützen und auch beim Einsatz von Chemotherapie eine Dosisreduzierung möglich machen.

Indikationen für passive Hyperthermie in Kombination mit weiteren Therapieansätzen

  • Bauchspeicheldrüsenkrebs
  • Blasenkrebs
  • Brustkrebs / -rezidive
  • Darmkrebs
  • Eierstockkrebs
  • Gebärmutterhalskrebs
  • Gehirntumore und -metastasen
  • Hautkrebs
  • Hodenkrebs
  • Lebermetastasierung
  • Lungentumore und -metastasen
  • Lymphknotenmetastasen
  • Magenkrebs
  • Nierenkrebs und -metastasen
  • Prostatakrebs
  • Sarkome